Woche 2: 22. November 2021

Gewicht: 119,3 kg | BMI: 33,7 | FTP: ? | Tage bis zum Start der Badlands: 286

Nicht von 0 auf 100, sondern von 123 auf unter 100 - und zwar Kilogramm. Das ist Saschas großes Ziel, das er bis zum 4. September 2022 erreichen will. Denn dann startet Badlands, das Unsoppurted Bikepacking Race durch Andalusien. Und jetzt ratet mal, wer sich da angemeldet hat? Wir begleiten Sascha auf seinem Weg nach Spanien und vor allem zurück zu sich. Aber jetzt darf er erstmal selbst von seiner Situation berichten. Sascha, leg los!

Schon wieder eine Woche um, die zweite. Nachdem die erste Woche eher der Selbstfindung diente, bin ich in der zweiten schon weiter. Ich habe mal meine alten Rezepte rausgesucht. Ja, ich habe viel gekocht, als ich vor langer Zeit so viel abnahm. Ich hatte richtig Freude daran und es war ein echt schöner Ausgleich. Das Kochen hat mich entspannt und gab mir innere Ruhe. Also, ab zum Einkaufen. Aber da jibt dit ein kleines Problemchen für mich. Es war Montag. Mir blieb nur der Supermarkt, weil Montag leider nicht Markt-Tag ist. Der ist nämlich samstags und da kaufe ich immer beim selben Bauern. Einen, den ich schon lange kenne und dessen Hof ich hin und wieder auch schon besucht hab. Hier weiß ich, dass alles in bester Ordnung ist und das Gemüse jeden Abend eine Geschichte vorgelesen bekommt. Obwohl ich Junkfood und Fertigfraß liebe - und das war und ist natürlich auch der Grund für mein Gewichtsproblem – verhält es sich in meinem Kopf völlig anders, wenn es darum geht, selbst zu kochen. Da will ich wissen, wo meine Zutaten herkommen, welcher Bauer welches Blatt wie gestreichelt hat. Ich möchte, dass es regional und vor allem saisonal ist. Schmeckt einfach besser. Wer Tomaten und Erdbeeren isst, weiß, wovon ich spreche. Haben die hier bei uns keine Saison, schmecken sie einfach nicht. Ich bin da wie zwei Fremde in einer Person. Und die beiden kommen aus unterschiedlichen Welten: aus Junkfoodland und Bioland.

Also deckte ich mich immerhin im BioSupermarkt mit dem Nötigsten ein und kochte mir die ersten Kleinigkeiten. Naja, kochen konnte man das nicht wirklich nennen, denn es war meist Rohkost und Vollkornbrot. Aber bis zum nächsten Samstag wollte ich damit hinkommen. Und gestern war es soweit, Markttag. Jetzt fällt mir erst auf, wie sehr ich es vermisst habe. Ich liebe es, dort einzukaufen. Über die Jahre kennt man sich auch schon und es wird oft noch ein Schwätzchen gehalten. Zu wissen, wo alles herkommt und die Leute hinter den Produkten zu kennen, ist schon etwas Besonderes. Und gibt ein gutes Gefühl.

Pünktlich halb zehn war ich da, der Markt öffnet offiziell zwar erst um 10:00 Uhr, aber damit umgehe ich den Trubel und die Leute, die sich dort gern sehen lassen, um gesehen zu werden. Weil es eben gerade so furchtbar „hip“ ist. Und die Tourist:innen. Weil der Besuch dieses Wochenmarktes zum „Berlinprogramm“ gehört. Das ist etwas, was ich am Kollwitzplatz gar nicht mag. Aber leben und leben lassen, ich muss nur schnell genug sein und bevor die meisten dieser Kategorie Mensch dort auftauchen, bin ich schon wieder weg. Man nennt mich ja auch nicht umsonst in Fachkreisen „Der Schatten“.

Geliebter Wochenmarkt, I’am back in the Game!

Icke noch Fitter

Ruhrpott

Grund

Tubeless

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