Text: Felix Krakow | Fotos: Orbea | 22.06.2022

Unser Partner Orbea präsentiert die neue Folge von Pachamama. Diesmal geht es mit dem Gravelbike über die berühmten Pavés von Paris-Roubaix. Und es geht um die Menschen, die sich um den Erhalt der "Hölle des Nordens" kümmern.

Ist das noch Gravel? Zugegeben, die „Steinchen“, um die es in dieser Geschichte geht, fallen schon ein kleines bisschen größer aus. Aber erstens geht es beim Gravelbiken für uns viel mehr um eine Lebenseinstellung, als um eine möglichst exakte Definition des Begriffs "Schotter". Und außerdem ist das Gravelbike ja wohl das ideale Fahrzeug für die Jagd über die Pavés von Paris-Roubaix. Oder wollt ihr wirklich noch mit dem Rennrad über diese Folterpisten rumpeln? Na also!

Einmal über die berüchtigten Kopfsteinpflasterpassagen im Norden Frankreichs gefahren zu sein, gehört eigentlich für jeden Radsportler zum Pflichtprogramm.

Die Königin der Klassiker

Paris-Roubaix ist das wohl berühmteste Eintages-Radrennen der Welt. Die Königin der Klassiker, ein Monument des Radsports, die Hölle des Nordens. Dieses Rennen ist ein grandioses Spektakel. Genau deshalb wird es von den Menschen so geliebt. Egal ob sie Radprofi, Hobbysportler oder Zuschauer sind. Das Salz in der Suppe dieses Rennens sind die brutal harten Kopfsteinpflasterpassagen. Mit dem Rennrad hast du genau zwei Optionen: Entweder du ballerst mit Vollgas über die Pavés hinweg, um über die Einschläge praktisch hinwegzufliegen. Oder du bist zu langsam, und leidest unter jedem einzelnen gottverdammten Stein. Dabei reden wir wohlgemerkt nicht über wenige, kurze Passagen. Vielmehr geht es um teils mehr als drei Kilometer lange Pavés – und davon Dutzende. Insgesamt summiert sich die Kopfsteinpflasterstrecke des rund 250 Kilometer langen Rennens auf mehr als 50 Kilometer. Allein bei der Vorstellung daran, treibt es selbst manch hartgesottenem Profi die Tränen in die Augen. Und das nicht immer nur vor Glück.

Im Einsatz für das Kopfsteinpflaster

Doch ohne die Pavés wäre Paris-Roubaix nicht Paris-Roubaix. Das wissen auch die Anwohner. Deshalb haben sie sich zusammengeschlossen, um die Pflastersteinpassagen zu pflegen und für den Erhalt dieses einzigartigen Rennens zu kämpfen. Genau darum geht es in „Les Pavés du Nord“, der neuen Folge von Orbeas Gravel-Projekt Pachamama.

Les Amis de Paris-Roubaix

Das knapp 11 Minuten lange Video erzählt die Geschichte der Freunde von Paris-Roubix: „Les Amis de Paris–Roubaix“. Seit 1977 kümmern sich die Mitglieder dieses Vereins um den Erhalt der Pavés. Zum einen, indem sie die damals fortschreitende Asphaltierung der teils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Straßen verhinderte. Und zum anderen, indem das historische Pflaster Jahr für Jahr fast schon liebevoll gehegt und gepflegt wird. Teilweise werden dafür komplette Passagen der Strecke Stein für Stein abgetragen, neu befestigt und die Steine dann wieder eingesetzt.

Die "Freunde von Paris-Roubaix" zeigen Jahr für Jahr vollen Einsatz für ihre geliebten Pavés.

In Handarbeit werden die Pflastersteinabschnitte gepflegt.

Teilweise werden komplette Abschnitte abgetragen und neu verlegt.

Les Amis de Paris-Roubaix

Ohne den ehrenamtlichen Einsatz dieser Menschen würde es dieses sagenumwobene Rennen heute wohl nicht mehr geben. Und wenn, dann nicht in seiner ursprünglichen Form. Dann würden auch die weiblichen Radprofis heute nicht in den „Genuss“ der Pavés kommen. Denn seit vergangenem Jahr gibt es Paris-Roubaix endlich auch als Frauenrennen. Eine, die diese Hölle des Nordens bereits besiegt hat, ist Laura Asencio. Die Französin aus dem Team Ceratizit - WNT Rotor Pro Cycling sagt: „Wenn du einmal über die Pavés gefahren bist, dann weißt du, warum Paris-Roubaix anders als alle anderen Rennen ist.“

Wenn du einmal über die Pavés gefahren bist, dann weißt du, warum Paris-Roubaix anders als alle anderen Rennen ist.“

Wenn du einmal über die Pavés gefahren bist, dann weißt du, warum Paris-Roubaix anders als alle anderen Rennen ist.“

Laura Asencio

Radprofi im Team Ceratizit - WNT Rotor Pro Cycling

Die Hölle des Nordens für die Frauen

Ohne den ehrenamtlichen Einsatz dieser Menschen würde es dieses sagenumwobene Rennen heute wohl nicht mehr geben. Und wenn, dann nicht in seiner ursprünglichen Form. Dann würden auch die weiblichen Radprofis heute nicht in den „Genuss“ der Pavés kommen. Denn seit vergangenem Jahr gibt es Paris-Roubaix endlich auch als Frauenrennen. Eine, die diese Hölle des Nordens bereits besiegt hat, ist Laura Asencio. Die Französin aus dem Team Ceratizit - WNT Rotor Pro Cycling sagt: „Wenn du einmal über die Pavés gefahren bist, dann weißt du, warum Paris-Roubaix anders als alle anderen Rennen ist.“

Fahrt zur Hölle!

Auch ihr könnt die Faszination von Paris-Roubaix am eigenen Körper spüren - inklusive der abschließende Zielrunde durch das altehrwürdige Velodrome von Roubaix. Zum Beispiel bei der Paris-Roubaix Challenge, der Jedermann-Version des berühmten Rennens. Hier könnt ihr wahlweise 70, 145 oder 170 Kilometer lang über die Originalstrecke fahren. Jedes zweite Jahr im Mai oder Juni könnt ihr zudem beim Paris-Roubaix Cylcotourisme zwischen 70, 120 und 210 Kilometern wählen. Die nächste Austragung ist für das Jahr 2024 geplant.

Der gefürchtete Wald von Arenberg zählt zu den legendären Abschnitten des Rennens.

Mit dem Gravelbike über die Pavés

Aber ganz ehrlich: Wenn ihr die Wahl habt, nehmt unbedingt euer Gravelbike. Zieht breite Reifen auf, geht auf Tubeless und nehmt so viel Druck raus, dass ihr wenigstens mit ein bisschen Komfort über die Pflastersteine ruckeln könnt. Aber ein bisschen weh tun muss es natürlich. Sonst wäre es nicht Paris-Roubaix. Sonst wäre es nicht die Hölle des Nordens.

Wir meinen es ja nur gut mit euch. Deshalb unser Tipp: wenn Roubaix, dann Gravelbike.

Mit offenen Karten

Ganz klar: Ohne Support auch aus der Fahrradbranche können wir die Idee des Gravel Collectives nicht leben. Aber uns ist es wichtig, euch darüber zu informieren, wo und wie wir unterstützt werden. Wir spielen mit offenen Karten.

Für diese Story heißt das konkret, dass uns unser Partner Orbea die Fotos und Informationen für diese Geschichte kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Die Veröffentlichung auf unseren Kanälen erfolgt im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem Fahrradhersteller aus dem Baskenland.


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